Der EHC Winterthur setzt seine Siegesserie fort. Beim punktelosen Schlusslicht PIKES Oberthurgau gewinnen die Löwen mit 2:0 und feiern damit den dritten Erfolg in Serie. Ein spielerisches Feuerwerk war es allerdings nicht. Gegen kämpferische Gastgeber tat sich Winterthur vor allem in der Offensive schwer. Am Ende zählen aber die drei Punkte, mit denen sich die junge Mannschaft weiter von den hintersten Tabellenplätzen distanziert und den Anschluss ans Mittelfeld wahrt.

Winterthur startete engagiert in die Partie und versuchte von Beginn weg, das Spielgeschehen zu bestimmen. Die Bemühungen wurden bereits in der 9. Minute belohnt. Markus Odermatt traf in Überzahl nach Vorarbeit von Alessandro Togni und Livio Azevedo zur frühen Führung. Eigentlich eine ideale Ausgangslage, um gegen das noch punktelose Schlusslicht nachzulegen.

Doch die PIKES erwiesen sich als hartnäckiger Gegner. Die Hechte kämpften um jeden Puck und machten den Winterthurern das Leben schwer. Zwar funktionierte die Angriffsauslösung der Gäste über weite Strecken ordentlich, doch spätestens vor dem gegnerischen Tor gingen den Löwen die Ideen aus. Immer wieder fanden sie den Weg ins Angriffsdrittel, ohne daraus entscheidende Torchancen oder gar einen weiteren Treffer zu kreieren.

So entwickelte sich eine Partie mit wechselnden Phasen, in der Winterthur zwar spielerische Vorteile hatte, den Gegner aber nie endgültig abschütteln konnte. Auch im Mittelabschnitt änderte sich daran wenig. Die Gastgeber hielten mit viel Einsatz dagegen, während die Winterthurer trotz ihrer Bemühungen nicht die nötige Durchschlagskraft entwickelten. Das knappe 1:0 blieb bestehen.

Auch im Schlussdrittel warteten die Winterthurer vergeblich auf den erlösenden zweiten Treffer. Die PIKES blieben im Spiel und durften bis in die Schlussphase auf einen Punktgewinn hoffen. Erst unmittelbar vor der Schlusssirene fiel die Entscheidung – und dies auf ungewöhnliche Weise. Jonathan Prager lief alleine auf das mittlerweile verlassene Tor der Gastgeber zu, wurde dabei jedoch regelwidrig gestoppt. Da sich die Szene in den letzten beiden Spielminuten ereignete, wurde Winterthur regelkonform ein technisches Tor zugesprochen. So stand am Ende ein 2:0-Erfolg, ohne dass der Puck beim zweiten Treffer tatsächlich im Netz landete.

Es war kein spektakulärer Auftritt der Winterthurer. Die Mannschaft zeigte nicht jene offensive Spielfreude, die sie zuletzt gegen Seewen ausgezeichnet hatte. Vielmehr war es ein klassischer Arbeitssieg gegen einen Gegner, der sich trotz seiner schwierigen Tabellensituation keineswegs kampflos geschlagen gab. Winterthur musste Geduld beweisen und sich die Punkte hart erarbeiten.

Für das junge Team von Markus Studer ist dieser Erfolg dennoch von grossem Wert. Nach den Siegen gegen Seewen und Bülach folgt nun der dritte Vollerfolg in Serie. Die Distanz zu den beiden letzten Tabellenplätzen ist mittlerweile komfortabel, während der Kontakt zum Mittelfeld bestehen bleibt.

Entscheidend ist, dass die Löwen auch jene Spiele gewinnen können, in denen nicht alles nach Wunsch läuft. Das spricht für die Entwicklung der Mannschaft und macht Mut für die kommenden Aufgaben. Der eingeschlagene Weg stimmt – auch wenn es manchmal etwas mehr Arbeit braucht, um ans Ziel zu kommen.

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