Nach Jahren ohne Duelle zwischen dem EHC Winterthur und dem EHC Dübendorf war es am Mittwochabend endlich wieder so weit: Die Glatttaler gastierten in der Eishalle Deutweg. Das Derby weckte Erinnerungen und brachte auch die Rückkehr zahlreicher ehemaliger Winterthurer mit sich. Einige von ihnen sollten dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Am Ende setzte sich Dübendorf mit 4:1 durch und nahm die Punkte mit nach Hause.
Winterthur startete engagiert in die Partie und belohnte sich in der 13. Minute für den guten Auftakt. Liam Sopa brachte die Löwen nach Vorarbeit von Alessandro Togni und Ennio Tallarico in Führung. Die Gastgeber zeigten sich bissig, kämpferisch und bereit, dem Kantonsrivalen Paroli zu bieten. Mit der knappen Führung ging es in die erste Pause.
Im Mitteldrittel blieb die Partie umkämpft. Winterthur hielt dagegen, musste aber in der 32. Minute den Ausgleich hinnehmen. Noa Mazzaro traf für Dübendorf. Damit war die Ausgangslage für das Schlussdrittel offen – und die Spannung im Derby spürbar.
Dort schlugen die Gäste zu. Devin Muller erzielte in der 48. Minute die erstmalige Führung für das favorisierte Dübendorf. Auch in der Folge nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten konsequenter und erhöhte in der 57. Minute durch Jari Allevi auf 3:1. Dominique Posch sorgte kurz vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor für den Endstand.
So bleibt für Winterthur trotz einer engagierten und kämpferischen Leistung die Enttäuschung. Die Löwen konnten aus ihrem Führungstreffer zu wenig Kapital schlagen und liessen die entscheidenden Möglichkeiten ungenutzt. Auf der anderen Seite standen mehrere ehemalige Winterthurer im Dübendorfer Aufgebot, die ihren Teil zum Erfolg beitrugen. Einzig der Ausgleichstreffer durch Mazzaro kam ohne direkte ehemalige Winterthurer Beteiligung zustande.
Auch Christian Weber, vormals Sportchef beim EHC Winterthur und seit dieser Saison Trainer des EHC Dübendorf, durfte sich über die Rückkehr an den Deutweg freuen – und die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Für die 543 Zuschauer war es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und ein Derby, das sportlich leider nicht den gewünschten Ausgang nahm.