Was für ein Hockeyabend im Deutweg! Der EHC Winterthur bezwingt den amtierenden Meister EHC Seewen mit 6:3 und zeigt dabei eine beeindruckende Teamleistung. Auch von Rückständen liessen sich die Löwen nicht beirren. Sie kämpften unbeirrt weiter, setzten die taktischen Korrekturen aus den Pausen konsequent um und wurden diesmal endlich auch offensiv belohnt.
Der Start verlief nicht nach Wunsch: Seewen ging im ersten Drittel in Führung und baute den Vorsprung im Mittelabschnitt zwischenzeitlich auf 2:0 aus. Doch Winterthur bewies Moral. Silvan Furrer brachte die Gastgeber mit einem satten Hammer zurück ins Spiel, und nachdem Seewen erneut vorgelegt hatte, verkürzte Alessandro Togni noch vor der zweiten Pause auf 2:3.
Im Schlussdrittel zeigten die Winterthurer dann eindrücklich, was in dieser Mannschaft steckt. Joel Sigg sorgte früh für den Ausgleich, ehe Captain Gianluca Ogi in Überzahl die erstmalige Führung erzielte. Nur wenig später doppelte Sigg nach und stellte auf 5:3. Auch danach liessen sich die Löwen nicht mehr aus dem Konzept bringen. Liam Sopa setzte mit dem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt.
Besonders erfreulich war nicht nur das Resultat, sondern die Art und Weise, wie es zustande kam. Das Tempo blieb hoch, die Mannschaft trat geschlossen auf und die Anpassungen des Trainerteams zeigten Wirkung. Gegen den amtierenden Meister, der zwar dezimiert antrat, überzeugte Winterthur mit Einsatz, Zusammenhalt und der nötigen Geduld. Wo zuletzt Aufwand und Ertrag nicht zusammenpassten, fanden die Scheiben diesmal den Weg ins Tor.
Dieser Abend macht definitiv Lust auf mehr. Die jungen Löwen haben bewiesen, dass sie sich auch von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen lassen und gemeinsam Lösungen finden. Ein verdienter Erfolg, der Selbstvertrauen gibt und zeigt, wohin der eingeschlagene Weg führen kann. Vor 439 Zuschauern im Deutweg durfte Winterthur einen Hockeyabend feiern, der in Erinnerung bleibt.