Der EHC Winterthur bleibt auf Erfolgskurs! Nach dem überzeugenden Sieg gegen den amtierenden Meister Seewen legen die jungen Löwen nach und bezwingen den EHC Bülach im Kantonsderby mit 4:1. Der zweite Erfolg in Serie war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Gegen defensiv starke Gäste brauchte Winterthur Geduld und Kampfgeist, ehe der Bann gebrochen war. Am Ende stand ein verdienter Sieg, der auch mit Blick auf die Tabelle von grosser Bedeutung ist.

Der Auftakt verlief zäh. Bülach stand defensiv kompakt, machte die Räume eng und liess den Winterthurern nur wenig Platz zur Entfaltung. Die Gastgeber versuchten zwar, das Spiel an sich zu reissen, rannten sich aber immer wieder in der gut organisierten Abwehr der Gäste fest. Das hohe Tempo, mit dem die Löwen zuletzt gegen Seewen überzeugt hatten, kam diesmal deutlich weniger zur Geltung. So blieb das erste Drittel trotz aller Bemühungen torlos.

Der Dosenöffner folgte kurz nach Beginn des Mittelabschnitts. Lars Brägger brachte Winterthur in der 23. Minute mit 1:0 in Führung und sorgte damit für die benötigte Erlösung. Mit dem ersten Treffer im Rücken fanden die Gastgeber zunehmend besser ins Spiel. Bülach blieb zwar unangenehm und kämpferisch, konnte offensiv aber nur wenige Akzente setzen. Winterthur übernahm mehr und mehr die Kontrolle und belohnte sich kurz vor der zweiten Pause gleich doppelt. Ari Birchler erhöhte in der 38. Minute auf 2:0, ehe William Rais nur eine Minute später das 3:0 folgen liess.

Im Schlussdrittel versuchten die Gäste nochmals zurückzukommen. Ruslan Shamsutdinov verkürzte in der 46. Minute auf 3:1 und sorgte kurzzeitig für neue Spannung. Doch Winterthur liess sich nicht aus dem Konzept bringen. Colin Ivos stellte in der 49. Minute den Dreitorevorsprung wieder her und sorgte damit für die Vorentscheidung. Die Löwen brachten den Vorsprung anschliessend souverän über die Zeit.

Bei aller Freude über den Erfolg verdient auch die Leistung des EHC Bülach Anerkennung. Seit dem schweren Hagelsturm Ende August ist die heimische Hirslen gesperrt. Die Mannschaft muss seither sämtliche Spiele in der Fremde austragen. Unter diesen schwierigen Umständen präsentierten sich die Gäste auch im Deutweg als hartnäckiger Gegner, der Winterthur lange Zeit vor Probleme stellte.

Für die Winterthurer zählt nach diesem Abend nicht nur das Resultat. Erneut zeigte die junge Mannschaft eine geschlossene, kämpferische Leistung. Auch wenn die spielerische Leichtigkeit und das hohe Tempo diesmal nicht im gleichen Masse zur Geltung kamen wie zuletzt, fanden die Löwen einen Weg zum Sieg.

Mit Blick auf die Tabelle war dieses Derby ein Pflichtsieg, den sich Winterthur zuerst erarbeiten musste. Vor 394 Zuschauern im Deutweg gelang dies letztlich verdient. Die Entwicklung der jungen Löwen stimmt. Der eingeschlagene Winti-Weg macht weiterhin Lust auf mehr.

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