Beim EHC Chur mussten die Winterthurer dringend zu Punkten kommen, damit die Bündner nicht vollends ausser Sichtweite geraten. Die Mission gelang in der Verlängerung.
Es wurde eine eher zähe Angelegenheit in den ersten beiden Dritteln im Thomas Domenig Stadion zu Chur. Winterthur musste Punkten, die Churer ihrerseits, erneut gut organisiert, spielten ohne Druck auf und wussten um die gute Situation in der Tabelle. Bis zur zweiten Pause verbuchten die Gastgeber mehr Spielanteile, jedoch hätten die Winterthurer in Führung gehen können, ja fast müssen. In der 26. Minute knallte Antenen den Puck aber “nur” an den Pfosten statt ins offene Tor. Dies wäre eine ideale Antwort auf die Churer Offensivphase gewesen.
Sie kam dann aber doch noch, die Führung für Winterthur. Und das gleich zu Beginn des Schlussabschnitts. Gerade mal 12 Sekunden benötigten die Gäste aus der Eulachstadt für den ersten Treffer. Der erste Angriff, schnörkellos ausgeführt, liess die Winterthurer jubeln. So gradlinig wünschte man sich die Löwen vermehrt. Danach sahen sich die Löwen vermehrt den Angriffen der Churer ausgesetzt. Zuletzt zeigten die Churer immer wieder gute Moral und kamen gegen fast alle Gegner zu Punkten. Auch heute Abend reüssierten sie spät. Der Ex-Winterthurer Bleiker war für den Ausgleich der Gastgeber verantwortlich. Man musste wieder befürchten, dass dem Team von Trainer Frédy Rothen die Punkte erneut entglitten.
Der auch heute Abend gut aufgelegte Lekic wusste darauf aber die passende Antwort. In der fälligen Verlängerung schnappte er sich die Scheibe hinter dem eigenen Tor und überrannte das Churer Trio zum Siegtreffer. Eine feine Einzelleistung sorgte für zwei Punkte in Chur. Weiter so!
